EU AI Act

KI-Transparenz

Unsere Erklärung nach der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 für Kunden und Partner, die Rascasse in ihrer eigenen KI-Dokumentation ausweisen.

Stand 25. August 2026 · Version 1.0

Diese Erklärung richtet sich an Kunden und Partner, die Rascasse in ihrer eigenen KI-Dokumentation führen müssen — Lieferantenverzeichnis, Kundenfragebögen, KI-Kompetenz nach Art. 4. Sie ist die Webfassung der Erklärung, die wir als PDF herausgeben.

Zum Ablegen in Ihrer Dokumentation:PDF (Deutsch)PDF (Englisch)

Kurzfassung für Ihr Lieferantenverzeichnis

  • Was Rascasse ist: ein Audience-Intelligence-System. Es aggregiert beobachtbares Verhalten (Suchinteresse, Social Media, Sponsoring, Orte, Events) auf Zielgruppen-Ebene für 500.000+ Marken, Teams, Künstler und Events in 172 Ländern. Es bildet keine Einzelpersonen ab und trifft keine Entscheidungen über Personen.
  • Risikoeinstufung: minimales Risiko — kein verbotenes System (Art. 5), kein Hochrisiko-System (Anhang I / Anhang III). Für die KI-Assistenzfunktionen gelten die Transparenzpflichten des Art. 50; sie sind als KI gekennzeichnet.
  • Rollen: Die Rascasse GmbH ist Anbieter des Rascasse-Systems. Die Sprachmodelle stammen von Anthropic (Claude), die als GPAI-Anbieter eigenen Pflichten unterliegen. Unsere Kunden sind Betreiber eines Systems mit minimalem Risiko — daraus folgen keine Konformitäts-, Registrierungs- oder Meldepflichten.
  • Daten: Eingaben und Daten im Rascasse-System werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet — weder von uns noch von unserem Modell-Lieferanten Anthropic (Verarbeitung über die Anthropic-API, kein Training auf API-Daten).

1 · Welche KI-Komponenten Rascasse enthält

Der Großteil von Rascasse ist Datenverarbeitung und Statistik. „KI“ im Sinne von Art. 3 Nr. 1 KI-VO sind die folgenden Komponenten; alle ihre Ausgaben sind Hilfsmittel für Fachanwender.

KomponenteZweck & FunktionsweiseTechnik / ModellEinordnung
Zielgruppen-ModelleKernsystem Berechnung von Affinitäten, Reichweiten, Demografie und Psychografie aus aggregierten Verhaltenssignalen. Bei dünner Datenlage werden Werte statistisch geschätzt (Imputation) und als solche gekennzeichnet. Eigene statistische und ML-Verfahren; monatliche Aktualisierung Minimal
Rascasse Chat / „Ask AI“ Konversationeller Zugriff auf Rascasse-Daten. Das Sprachmodell wählt die Datenabfragen aus und antwortet ausschließlich aus den abgerufenen Daten; zitierte Werte werden gegen die Datenbasis geprüft. Anthropic Claude (Sonnet 4.6 / Haiku 4.5) über die Anthropic-API MinimalArt. 50
KI-generierte Textbausteine Kurze Einordnungen aus bereits berechneten Daten (z. B. Sponsorship-Brief, Begründungen im Partner-Finder, Rechtschreibkorrektur von Notizen). Als KI-generiert ausgewiesen; der Anwender entscheidet über die Verwendung. Anthropic Claude über die Anthropic-API MinimalArt. 50
MCP-Schnittstelle für Kunden-Assistenten Kunden binden ihren eigenen KI-Assistenten (z. B. Claude, ChatGPT) an Rascasse-Daten an. Rascasse liefert nur Daten über eine geschützte Schnittstelle; Betreiber des Assistenten ist der Kunde. Freischaltung nur nach Bestätigung eines Datenhinweises. Model Context Protocol; kundenseitig gewähltes Modell Minimal
Prognosemodulez. B. TourOps Statistische Schätzung von Nachfrage und Einzugsgebieten für Veranstaltungen. Ergebnis sind Kennzahlen zur Planungsunterstützung, keine automatisierten Entscheidungen. Eigene statistische Modelle Minimal
Interne Datenpflegenicht kundenseitig sichtbar Klassifikation neuer Entitäten (Branchen, IAB-Taxonomie) und Übersetzung der Oberfläche in 8 Sprachen — jeweils mit redaktioneller Prüfung durch unser Team. ML-Klassifikation, Sprachmodelle, DeepL Intern

2 · Risikoeinstufung nach der KI-Verordnung

KategorieTrifft zu?Begründung
Verbotene PraktikenArt. 5 Nein Keine unterschwellige Beeinflussung, kein Social Scoring, keine biometrische Identifizierung oder Emotionserkennung, keine Ausnutzung von Schwächen bestimmter Personengruppen. Rascasse arbeitet ausschließlich auf Zielgruppen-Ebene.
Hochrisiko-SystemeAnhang III Nein Kein Einsatz in den Anhang-III-Bereichen (Biometrie, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung, wesentliche Dienste und Kreditwürdigkeit, Strafverfolgung, Migration, Justiz und Wahlen). Anwendungsfeld ist Marketing-, Sponsoring- und Standortplanung. Hinweis: Diese Pflichten gelten nach der Verordnung (EU) 2026/1744 ohnehin erst ab 2. Dezember 2027.
Hochrisiko-ProdukteAnhang I Nein Rascasse ist kein Produkt und keine Sicherheitskomponente im Sinne der EU-Harmonisierungsrechtsvorschriften (Maschinen, Medizinprodukte, Fahrzeuge u. a.).
TransparenzpflichtenArt. 50 · gültig seit 2. August 2026 Ja, erfüllt Die Chat- und Textfunktionen sind für Anwender eindeutig als KI erkennbar; KI-generierte Texte sind als solche ausgewiesen. Rascasse erzeugt keine Deepfakes, keine Bild-, Audio- oder Video-Synthese und keine Inhalte zur Information der Öffentlichkeit.
KI-Modelle mit allgemeinem VerwendungszweckArt. 53 ff. Nicht Anbieter Rascasse entwickelt keine eigenen Basismodelle. Eingesetzt werden Modelle von Anthropic (Claude), die den Verhaltenskodex für GPAI-Modelle der EU-Kommission unterzeichnet hat.
Ergebnis Minimal System mit minimalem Risiko. Keine Konformitätsbewertung, keine CE-Kennzeichnung, keine Registrierung in der EU-Datenbank, keine Meldepflichten für Betreiber.

3 · Daten und Datenschutz

4 · Menschliche Aufsicht & Qualität

5 · Formulierungsvorschlag für Ihre eigene Dokumentation

„Rascasse (Rascasse GmbH, Berlin) ist ein Audience-Intelligence-System, das aggregierte Verhaltensdaten auf Zielgruppen-Ebene bereitstellt. Es enthält KI-Komponenten mit minimalem Risiko im Sinne der Verordnung (EU) 2024/1689: statistische Zielgruppen-Modelle sowie KI-Assistenzfunktionen auf Basis von Anthropic Claude, die den Transparenzpflichten nach Art. 50 unterliegen und entsprechend gekennzeichnet sind. Das System ist weder ein verbotenes noch ein Hochrisiko-System; eine Verarbeitung personenbezogener Daten identifizierbarer Einzelpersonen findet in den Zielgruppendaten nicht statt. Entscheidungen auf Grundlage der Daten treffen ausschließlich unsere Mitarbeitenden.“

6 · Was das für Sie als Betreiber bedeutet

Pflicht nach KI-VOFür RascasseHinweis
KI-KompetenzArt. 4 · seit 2. Februar 2025 Ja Mitarbeitende, die die KI-Assistenzfunktionen nutzen, sollten deren Arbeitsweise und Grenzen kennen (Abschnitt 4). Diese Erklärung kann als Schulungsunterlage dienen.
Betreiberpflichten für Hochrisiko-SystemeArt. 26 Nein Entfallen — Rascasse ist kein Hochrisiko-System.
Transparenz gegenüber DrittenArt. 50 Nein Entsteht erst, wenn Sie KI-generierte Texte aus Rascasse unverändert veröffentlichen — dann als KI-generiert kennzeichnen.
Registrierung / MeldungArt. 49, 73 Nein Keine Registrierung in der EU-Datenbank, keine Vorfallmeldungen erforderlich.
Lieferantendokumentation Empfohlen Diese Erklärung ablegen; Formulierungsvorschlag aus Abschnitt 5 übernehmen. Bei Neueinstufung informieren wir Sie aktiv.

7 · Ansprechpartner & Änderungshistorie

Ralf Rattay · Chief Product Officer, Rascasse GmbH · info@rascasse.com

Diese Erklärung beschreibt den Stand vom 25. August 2026 nach bestem Wissen; sie ersetzt keine Rechtsberatung für die eigene Organisation des Empfängers. Grundlagen: Verordnung (EU) 2024/1689, Verordnung (EU) 2026/1744 (Digital Omnibus on AI), Leitlinien der EU-Kommission zur Definition von KI-Systemen (Februar 2025).

Version 1.0 · 25. August 2026 · Erstfassung.