Audience-Intelligence-Glossar
Ein Lookalike Audience ist eine Gruppe, die ausgewählt wurde, weil sie einer bestehenden Zielgruppe in Merkmalen ähnelt, von denen angenommen wird, dass sie dasselbe Verhalten vorhersagen. Dies ist der Standardmechanismus für die Erweiterung – und er übernimmt alle Schwächen der Zielgruppe, auf der er basiert.
Der Mechanismus unterscheidet sich je nach System, und dieser Unterschied ist von größerer Bedeutung, als die Bezeichnung vermuten lässt.
Jedes Abbild übernimmt die Vorurteile seiner Vorlage. Dies ist der mit Abstand größte Grund für enttäuschende Erweiterungskampagnen, und es handelt sich dabei eher um ein strukturelles als um ein technisches Problem.
Oftmals ist die Zielgruppe eines Angebots, bei dem Ihre Kunden durch Überindexierung stark vertreten sind, ein fruchtbarerer Ansatzpunkt als die Kunden selbst – denn sie richtet den Blick nach außen, auf Menschen, die noch nicht erreicht wurden, anstatt nach innen.
Ein gutes „Lookalike“-Segment weist eine hohe Affinitätsähnlichkeit und eine geringe Überschneidung mit der Quellgruppe auf: Es verhält sich wie Ihre Zielgruppe und setzt sich aus unterschiedlichen Personen zusammen. Eine hohe Überschneidung bedeutet, dass die Erweiterung größtenteils erneut die bereits angesprochene Gruppe erreicht, was in den Plattformkennzahlen zwar effizient erscheint, jedoch kein Wachstum bewirkt.
Rascasse wird im Vorfeld der Aktivierungsplattform eingesetzt: Es ermittelt, bei welchen Entitäten, Eigenschaften und Interessengruppen eine Zielgruppe überindexiert ist, sodass die Ausgangsgruppe gezielt ausgewählt werden kann, anstatt standardmäßig auf die Kundenliste zurückzugreifen. Die daraus resultierenden Zielgruppen werden anschließend innerhalb der Aktivierungsplattform erstellt, wo das Targeting tatsächlich stattfindet.