Audience-Intelligence-Glossar
Eine Gruppe Überindexierung wenn es in einer Zielgruppe häufiger vorkommt, als man es aufgrund seines Anteils an der Gesamtbevölkerung erwarten würde. Unterindexierung ist das Spiegelbild – und häufig die nützlichere der beiden.
„Überindexierung“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Affinitätsindex, der über dem Referenzwert liegt. Der Begriff wird für alle Variablen verwendet, nach denen eine Zielgruppe unterteilt werden kann: Alter, Geschlecht, Region, Einkommensklasse, Interessen, Medienkanal, Marke.
Zwei Zielgruppen können beide zu 30 % aus Frauen bestehen und dennoch völlig unterschiedliche Aussagen liefern, da sich die Ausgangsbasis unterscheidet. Die Überindexierung ist stets eine Aussage über einen Vergleich, niemals über einen absoluten Anteil.
Ein Radsporteinfluss, bei dem der Frauenanteil 22 % beträgt, weist eine Überindexierung bei einem nationalen Referenzwert für diesen Sport von 14 % auf – und eine Unterindexierung bei einem Referenzwert von 31 %. Die bloße Angabe von 22 % für sich genommen sagt nichts aus.
Öffnen Sie ein beliebiges Profil in der Zuschauerverzeichnis und werfen Sie einen Blick auf die Regionalkarte: Der Multiplikator für jede Region entspricht genau diesem Wert – der Überindexierung bzw. Unterindexierung gegenüber dem Referenzwert des jeweiligen Landes.