Audience-Intelligence-Glossar
Regionale Affinität beschreibt, in welchen Regionen eines Landes sich die Zuschauer konzentrieren, gemessen am Bevölkerungsanteil dieser Region. Damit wird eine Frage beantwortet, bei der absolute Zuschauerzahlen systematisch zu falschen Ergebnissen führen.
Eine unkorrigierte Karte, die zeigt, wo sich eine Zielgruppe befindet, stellt stets und für jede Zielgruppe die größten Städte dar. Das ist eine Karte der Bevölkerungsdichte, nicht der Affinität, und sie liefert keine Entscheidungsgrundlage – denn die Karten aller Wettbewerber sehen identisch aus.
Regionale Affinität = (Anteil der Region an der Zuschauerzahl) ÷ (Anteil der Region an der Gesamtbevölkerung)
Eine Region mit 4 % der Bevölkerung und 9 % der Zuschauer → Index 2,25Bei dieser Korrektur verändert sich die Karte vollständig: Mittelgroße Regionen weisen eine echte Konzentrationsfläche auf, während große Ballungsräume häufig auf etwa den Basiswert zurückfallen, da ihr Zuschaueranteil lediglich ihre Größe widerspiegelt.
Die regionale Affinität wird pro Land anhand der jeweiligen Bevölkerungsverteilung des Landes berechnet, und zwar auf regionaler Ebene und in den bereits erschlossenen Märkten auf Ebene der Postleitzahlen. Da die Basis landesweit festgelegt ist, sind die Indizes zwar zwischen Entitäten innerhalb eines Marktes vergleichbar, jedoch niemals marktübergreifend – ein Wert von 2,0 in Deutschland und ein Wert von 2,0 in den Vereinigten Staaten beziehen sich auf unterschiedliche Bevölkerungszahlen.
Die Regionalkarte auf Borussia Dortmund in Deutschland zeigt die korrigierte Sichtweise: Konzentration statt Bevölkerung.