Direkter Vergleich
YouGov befragt ein großes, gezielt rekrutiertes Panel dazu, was dessen Mitglieder denken und tun. Rascasse beobachtet, was eine große Anzahl von Menschen tatsächlich getan hat. Beide Vorgehensweisen sind legitim; sie beantworten unterschiedliche Fragen, und ein fairer Vergleich hängt davon ab, welche Frage Sie stellen.
Wenn sich Ihre Frage auf Einstellungen, Wahrnehmungen oder angegebene Motivationen bezieht, ist YouGov das richtige Instrument, und keine verhaltensbasierte Quelle kann es ersetzen. Wenn Ihre Frage hingegen darauf abzielt, wo sich eine Zielgruppe konzentriert, bei welchen Merkmalen sie überdurchschnittlich stark vertreten ist oder wie sich die Nachfrage von Monat zu Monat entwickelt, liefert eine verhaltensbasierte Quelle die Antwort mit höherer Auflösung und über weitaus mehr Entitäten hinweg.
| Kriterium | Rascasse | YouGov |
|---|---|---|
| Verfahren | Beobachtete Verhaltenssignale – Suche, soziale Interaktionen, Ereignisse, Sponsoring, Sehenswürdigkeiten | Online-Panel mit fortlaufenden Befragungen |
| Umfang | Über 500.000 Entitäten, 31 erschlossene Märkte | Über 30 Millionen Panelteilnehmer, 49 Märkte, über 2 Millionen Datenpunkte |
| Aktualisierungshäufigkeit | Monatlich | Täglich erfasst, wöchentlich aktualisiert |
| Feinste geografische Ebene | Postleitzahl | Markt und Region |
| Misst Einstellungen | Nein – ausschließlich verhaltensbasiert | Ja – darin liegt die Kernkompetenz |
| Erfassung von Entitäten | Jede Entität mit erkennbarer Tätigkeit, einschließlich solcher, die nie in einen Fragebogen aufgenommen wurden | Im Fragebogen enthaltene Marken und Produktkategorien |
| Öffentlich einsehbare Profile | Ja, ohne Anmeldung | Nein |
| Sponsoring | Partnerauswahl, Eignung, Wirkungsmessung | YouGov Sport |
| Auskunft | Web, API, MCP (sofern vertraglich vereinbart) | Web-, API- und Aktivierungsintegrationen |
Beide beschreiben die Zusammensetzung der Zielgruppe – demografische Merkmale, Interessen, Mediennutzung – und bei dieser Zielgruppenüberschneidung stellt sich die praktische Frage nach der Genauigkeit im Vergleich zur Repräsentativität. Die Zusammensetzung von YouGov ist von Natur aus repräsentativ, beschränkt sich jedoch auf die regionale Ebene. Unsere Analyse reicht bis auf die Ebene der Postleitzahlen, spiegelt jedoch eher die beobachtete Aktivität wider als eine gewichtete Stichprobe. Keine der beiden Methoden ist grundsätzlich besser; sie weisen jeweils unterschiedliche Schwächen auf.
Ein nützlicher Test: Wenn das Ergebnis der Frage „Ist diese Stichprobe repräsentativ?“ standhalten muss, verwenden Sie das Panel. Wenn es der Frage „Gilt dies speziell für Dortmund?“ standhalten muss, verwenden Sie Verhaltensdaten.
Die Kombination, für die sich die meisten Teams letztendlich entscheiden: Verhaltensdaten, um ein breites Feld zu sichten und geografische Aspekte zu klären, sowie Panels, um die engere Auswahl eingehend zu prüfen und zu ermitteln, was die Menschen davon halten. Eine Sponsoring-Entscheidung ist ein anschauliches Beispiel: Mithilfe der verhaltensbasierten Analyse werden Hunderte von Objekten anhand der Zielgruppeneignung und der geografischen Lage auf fünf eingegrenzt, und im Rahmen der Befragung werden anschließend die Markeneignung und die Wahrnehmung dieser fünf Objekte geprüft – genau hier macht sich die Messung der Einstellungen bezahlt.
Was nicht geschehen sollte, ist, die Zahlen aus beiden Quellen zu einer einzigen Zahl zusammenzufassen. Sie messen unterschiedliche Dinge auf unterschiedlicher Grundlage, und eine kombinierte Zahl ist nicht genauer als jede einzelne für sich – sie lässt sich nicht eindeutig zuordnen.
YouGov-Zahlen, zitiert aus yougov.com/business/products/profiles, abgerufen am 13. September 2026. Wir führen keine Messungen oder Tests an Produkten anderer Anbieter durch; alle hier über YouGov gemachten Angaben stammen aus deren eigenen Veröffentlichungen. Sollte sich eine Zahl geändert haben, teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir sie korrigieren können.