Audience-Intelligence-Glossar
Ein Persona ist eine fiktive Person, die geschaffen wurde, um ein reales Zielgruppensegment darzustellen, und der ein Name, eine Situation sowie eine Reihe von Motivationen zugewiesen wurden. Es handelt sich um ein Mittel, um ein Segment einprägsam zu machen – nicht um ein Forschungsergebnis, und gerade die Verwechslung dieser beiden Begriffe führt zu den meisten Problemen.
Personas haben aus einem einzigen Grund ihre Berechtigung: Ein Team, das für „Frauen im Alter von 25 bis 44 Jahren, ABC1, in städtischen Gebieten“ entwirft, wird etwas anderes hervorbringen als ein Team, das für eine einzelne Person entwirft. Die Abstraktion ist der springende Punkt – und zugleich das Risiko.
Der Test: Könnte jemand überprüfen, ob diese Persona zutreffend ist? Wenn keine der darin enthaltenen Aussagen widerlegbar ist, handelt es sich eher um eine Erzählung über die Zielgruppe als um eine Beschreibung derselben.
Die praktische Vorgehensweise lautet: Zuerst die Segmente, dann die Personas. Legen Sie die Segmente anhand des verhaltensbasierten Beobachtungsmaterials fest – demografische Merkmale, geografische Faktoren, Interessen und Mediennutzung –, vergewissern Sie sich, dass jedes Segment groß und differenziert genug ist, um von Bedeutung zu sein, und erstellen Sie anschließend für jedes Segment eine Persona als leicht verständliche Zusammenfassung dessen, was die Daten bereits aufgezeigt haben. In dieser Reihenfolge verfasst, sorgt die Persona für eine bessere Einprägsamkeit, ohne dabei erfunden zu wirken.