Audience-Intelligence-Glossar
Zielgruppenanalyse ist die systematische Beschreibung einer Personengruppe – wer diese Personen sind, wo sie sich aufhalten, womit sie sich sonst noch beschäftigen und wie sich dies verändert. Wird dies ordnungsgemäß durchgeführt, ersetzt es Vermutungen durch überprüfbare Fakten; wird es unsachgemäß durchgeführt, bestätigt es lediglich das, was das Team ohnehin schon glaubte.
Eine vollständige Analyse beantwortet fünf Fragen. Die meisten Analysen beantworten nur die erste Frage und hören dann auf; deshalb beschreiben so viele Strategiedokumente eine Zielgruppe, die fast jeder sein könnte.
Die beiden etablierten Ansätze liefern jeweils gute Antworten auf unterschiedliche Fragen. Im Rahmen von Befragungen lassen sich „Warum“-Fragen – zu Motivationen, Einstellungen und angegebenen Präferenzen – anhand einer Stichprobe von einigen Tausend Personen untersuchen. Die verhaltensbasierte Analyse beobachtet, was Menschen tatsächlich getan haben, und zwar in weitaus größerem Umfang und mit höherer geografischer Auflösung; sie kann jedoch keine Fragen stellen, die nicht bereits durch ein bestimmtes Verhalten impliziert wurden.
Die praktische Aufteilung: Nutzen Sie Verhaltensdaten, um zu entscheiden, wo und mit wem, und nutzen Sie Daten aus Befragungen, um zu verstehen, warum. Probleme entstehen, wenn man gebeten wird, die Aufgabe des anderen zu übernehmen.
Rascasse erstellt Audience-Profile anhand beobachteter Verhaltenssignale – Suchanfragen, Aktivitäten in sozialen Medien, Veranstaltungsbesuche, gemeinsame Nennungen von Marken – und nicht auf der Grundlage von Ergebnissen aus Befragungen, und berechnet diese separat für jeden der 31 erschlossenen Märkte. Jedes Audience-Profil umfasst alle fünf Ebenen, und jede Affinitätsgruppe gibt die Referenzpopulation an, anhand derer es ermittelt wurde.
Ein vollständiges Profil mit allen fünf Schichten: Tesla in den Vereinigten Staaten. Die gleiche Entität stellt auf einem anderen Markt ein anderes Profil her, keine skalierte Kopie.